Training verleitet zum Träumen

In der Regel schießen wir u.a. auch 2x 36 Pfeile (wie im Turnier) und prüfen so wo wir ungefähr mit unserer Leistung stehen. Heute habe ich doch tatsächlich 522 Ringe geschossen! Wenn ich nur wüsste wie ich das gemacht hab‘ und somit diese Leistung halten oder sogar noch steigern könnte… Auf jeden Fall sind meine Erwartungen an mich im nächsten Turnier entsprechend hoch. Ob ich diesem Druck gewachsen bin? 😉

Kreismeisterschaft

urkunde_km_2007_fl.jpgIch scheine in einem Formtief zu stecken, denn meine Leistung sieht nicht besser aus als in der Vorwoche. Anscheinend habe ich einen Rechtsdrall, jedenfalls wollen die Pfeile einfach nicht in die Mitte. Unser Sportleiter empfahl mir zwar, meine Visiereinstellung zu korrigieren, aber ich neige in solchen Momenten dazu, das Problem hinter dem Bogen zu vermuten und bin deshalb mit Korrekturen zurückhaltend – vor allem, wenn man mit der bisherigen Einstellung auch schon gute Ergebnisse erzielen konnte. Gegen Ende des Turniers erinnerte ich mich aber, dass wir vor kurzem einige Korrekturen an meinem Bogen vorgenommen hatten. Vielleicht waren diese nicht so optimal? Deshalb habe ich dann doch mein Visier verstellt und zum Dank gleich zwei Superpassen geschossen. Leider waren dies die letzten beiden, so dass ich am Endergebnis nicht mehr viel ändern konnte und nur auf 390 Ringe kam. Für den ersten Platz hat es trotzdem gereicht – wir waren wieder nur zwei Schützinnen in der Damenklasse.

Vereinsmeisterschaft

urkunde_vm_2007_fl.jpgMein erstes Turnier auf 70 m (olympische Runde, heißt: 2x 36 Pfeile). Im Training konnte ich mehrmals die 400-Ringe-Grenze (teilweise sogar deutlich) knacken. Leider ist mir das bei diesem Turnier nicht gelungen. Am Ende kam ich auf 385 Ringe, die mir aber trotzdem den ersten Platz einbrachten. Allerdings war die Konkurrenz auch überschaubar: es war nur noch eine weitere Schützin in der Damenklasse angetreten.
(Ergebnisse)

F2F (face to face) auf 30 m

F2F bedeutet, jeder schießt gegen jeden, unabhängig vom Geschlecht und der Altersklasse. Es werden 8 Gruppen mit je 4 Schützen ausgelost und in einer Gruppe tritt jeder gegen jeden an, es werden also 3 Matche mit je 12 Pfeile bestritten und für jeden Sieg gibt es zwei Punkte (1. Ausscheidungsrunde). Am Ende kommen die 8 Sieger der einzelnen Gruppen zusammen mit den 8 Bestplatzierten (nach Gesamtringzahl) der verbleibenden Schützen in die 2. Ausscheidungsrunde. Es werden nun 4 Gruppen á 4 Schützen gebildet und wieder schießt in einer Gruppe jeder gegen jeden. Der Erst- und Zweitplazierte jeder Gruppe kommen weiter ins Viertelfinale. – In der ersten Runde konnte ich zwar kein Match gewinnen, kam aber auf Grund meiner Gesamtringzahl in die zweite Runde. Dort gewann ich 2 Matches, so dass ich es ins Viertelfinale geschafft hatte. Hier galt das k.o.-System und ich musste ausgerechnet gegen unseren Sportleiter antreten, der mit beängstigender Gleichmäßigkeit alle in Grund und Boden schießt 😉 Mit anderen Worten: ich hatte nicht den Hauch einer Chance 😉 Ich habe zwar an diesem Tag nicht gerade meine Bestleistung gebracht, aber Spaß hatten wir trotzdem reichlich!

70m

Skeptiker sagen zwar, mit 28# sind die 70 m nicht zu schaffen, aber hier kann ich widersprechen: ich habe die 28# auf dem Finger und komm‘ sehr gut damit hin! Tolles Gefühl, wenn zwischen Pfeilloslassen und dem Plöpp beim Einschlag in der Scheibe (sofern man sie trifft 😉 eine deutliche Verzögerung liegt. Jetzt müssen sich die Pfeile nur noch mehr im mittleren Bereich konzentrieren – so wie es mir auf 30 m schon gelungen ist: ich habe Thomas doch tatsälich mit 320:314 Ringen „nass gemacht“ 😉 Und er hat mir dann auf 70 m gezeigt, wer hier der Marksman (englisch: Meisterschütze) in der Familie ist! Ende Mai ist der erste Wettkampf auf 70 m. Bis dahin kann ich ja noch ein wenig trainieren…

neue Wurfarme

Die Freiluftsaison steht vor der Tür und damit auch andere Entfernungen. Während in der Halle ja nur auf 18 m geschossen wird, liegt die Herausforderung im Freien bei 4 Distanzen: 30 m, 50 m, 60 m und 70 m (für Frauen, Männer schießen statt auf 60 m und 70 m auf 70 m und 90 m). Somit steht wieder mal eine Änderung am Bogen an, denn damit ich überhaupt auch nur den Hauch einer Chance hab‘, auf 70 m zu kommen, benötige ich stärkere Wurfarme. Mit 24# ist da nix zu machen – so bin ich jetzt bei 28# (Win&Win Winus) angekommen. Und eine weitere Veränderung gab es: Bei weiteren Entfernungen falle ich hinsichtlich des klaren Bildes in die Kategorie „kleiner Blindfisch“, ich bin etwas kurzsichtig. Bisher hat mich das nicht weiter gestört, aber ich hatte in der Wintersaison immer häufiger das Gefühl, das Gold nicht richtig anpeilen zu können. Die Grenze zwischen gold und rot verschwamm und eine Verbesserung bei noch weiteren Entfernungen war kaum zu erwarten. Also ab zum Augenarzt und Optiker. Tja, und was soll ich sagen? Was für ein Gefühl, wenn man auch sieht wohin man schießt!!! :))

Ostdeutsche Meisterschaft

medaille1.jpgurkunde3.jpg12 Frauen waren in der Damenklasse gemeldet und ich bin mit dem Vorsatz hingefahren, nicht den letzten Platz zu belegen. Ich wollte wenigstens unter die ersten 10 kommen. Im ersten Durchgang zeigte sich, dass mich das dieses Mal viel Kraft kosten würde. Ich konnte nicht an die Ergebnisse vom 21.01.07 anschließen und ging mit nur 232 Ringen in die Pause. Die Platzierung habe ich mir bewusst nicht angeschaut, ich wollte nicht sehen, dass ich vielleicht doch letzte bin. Während der ganzen Zeit habe ich nicht darauf geachtet, wie viele von den 12 gemeldeten Frauen eigentlich wirklich anwesend waren. Diese Information bekam ich kurz vor Ende des zweiten Durchganges: es waren nur 9 (das erste Ziel war also schon erreicht 😉 Vom Gefühl her sah ich mich nicht wirklich auf dem letzten Platz. Platz 8 wäre also das Mindeste und mich traf wie ein Schlag die Erkenntnis, dass ich somit in den Finals bin. Zu diesem Zeitpunkt war es aber mit meiner Kraft (physisch wie mental) eigentlich nicht mehr weit her: der zweite Durchgang lief noch schlechter, ich habe ihn mit nur noch 225 Ringen abgeschlossen. Insgesamt hatte ich also 457 Ringe, was mir Platz 6 einbrachte. Nun die Finals… Ich hatte noch nie so viel Adrenalin im Blut. Den Bogen ruhig zu halten, war eine fast nicht erfüllbare Aufgabe. Und dann schießt meine Gegnerin beim ersten Schuss ein M! Kaum zu glauben, denn sie ist sonst eine sehr gute Schützin. Mir ist zwar noch nicht ganz klar wie ich es geschafft habe, aber ich habe in den 4x 3 Schüssen kein einziges M geschossen, sondern sogar relativ hohe Ringzahlen pro Schuss erreicht (Thomas sagt, ich brauch‘ den Druck 😉 Das Match konnte ich mit 102:97 Ringen gewinnen. Ich musste nun noch zwei Matches „hinter mich bringen“ (genau so habe ich es empfunden), aber mein Körper war wohl zu sehr damit beschäftigt, nach Einsatz- und/oder Abbaumöglichkeiten für das Adrenalin zu suchen – es ging nichts mehr, ich habe zwar beide verloren, aber den 4.(!) Platz erreicht! Was für ein Tag und was für ein Ergebnis! Damit hatte ich ja nun wirklich nicht gerechnet! Und als Krönung bekamen auch noch die 4. Plätze, die in den Finals erkämpft wurden, nicht nur eine Urkunde, sondern auch noch eine Medaille.
siegerehrung.jpg
(schlechtes Handy-Bild -wird ausgetauscht, falls mal ein besseres verfügbar ist)

Landesliga

urkunde2.jpgTag 2 und 3 der Landesliga: Kurzfristig wurde entschieden, beide Wettkampftage auf einen Tag zusammenzulegen, was ziemlich anstrengend war. Man konnte zwar deutlich die Verbesserungen gegenüber Dezember 2006 sehen, aber es hat nicht gereicht, um die „rote Laterne“ abzugeben. Der Abstand, der nach dem ersten Turniertag zur vorletzten Mannschaft bestand, konnte trotz zwei gewonnener Matches nicht aufgeholt werden. Somit blieb dem „Dream-Team“ (Blankenfelde III) nur der 6. Platz. Erklärtes Ziel: das passiert uns nicht noch einmal 🙂

Landesmeisterschaft

urkunde1.jpgmedaille.jpgBei der Landesmeisterschaft müssen ALLE auf Spot schießen (auch Anfänger, die sich zu so einem Turnier „verirrt“ haben). Das bedeutet: die Zielscheibe hat nur noch 20cm Durchmesser, da die Ringe 1 – 5 fehlen. Ob es am neuen Bogen liegt? Ich kann es noch gar nicht glauben! Ich habe es geschafft, mir mit 475 (!) Ringen den 2. Platz bei der Landesmeisterschaft zu sichern!
gruppe_damen_blase.jpg
(Ergebnisse)

neuer Bogen

Thomas sagt, mit meinen Ergebnissen habe ich mir den nächsten Bogen verdient 🙂 So bin ich jetzt stolze Besitzerin eines KAP „Winstar II“ (68“, 24#), bei dessen Einrichtung ich wieder tatkräftig von Thomas unterstützt wurde – also: Thomas hat ihn eingerichtet und ich habe staunend zugesehen 🙂

Kreismeisterschaft

urkunde.jpgAufregung pur! Das erste Einzelturnier! 3 Frauen treten neben mir in meiner Altersklasse (Damenklasse) an. Weil neben mir noch eine weitere Anfängerin am Start ist, die auch erst seit einem 3/4 Jahr trainiert, dürfen wir auf einen 40-er Spiegel (Zielscheibendurchmesser 40cm, Ringe 1 – 10) schießen. Die beiden anderen Schützinnen sind darüber nicht wirklich sauer, ist doch die Wahrscheinlichkeit für ein „M“ (aus dem Englischen „miss“, also: daneben) für sie dadurch dramatisch gesunken 😉 Bei diesem Turnier habe ich bewiesen, dass man mit meinem „Absolut-Anfänger-Bogen“ durchaus schon gute Ergebnisse erzielen kann: ich bin mit 400 Ringen 3. geworden.

Landesliga

Mein erstes Turnier! Nach zwei Monaten Training … na, frei nach dem Motto: Dabei sein ist alles! Unser Verein hat eine Damenmannschaft (Blankenfelde III bzw. das D-Team, was wahlweise für „Dream-“ oder „Damen-„Team stehen kann) aufgestellt was erst einmal Eindruck geschunden hat. Leider haben wir kein Match gewonnen – die beiden anderen Mannschaftsmitglieder hatten keinen so guten Tag, um meine „Patzer“ ausgleichen zu können. Aber es gibt ja im Februar 2007 zwei weitere Termine. (Ergebnisse)